Goldene Regel 5

Du sollst ICR nutzen

Als ICR (In Country Review) wird eine Überprüfung der Übersetzung durch Muttersprachler:innen bezeichnet, die in der Region der Zielgruppe leben (Prüflesen im Zielland).

Meist handelt es sich um den Vertriebs- oder Marketingleiter:innen der Auslandsniederlassung des Unternehmens, die eine perfekte Kenntnis des Produkts, der Leistungen und der Ansprache im Zielmarkt haben.

Das ICR verbessert die Zusammenarbeit, steigert wesentlich die Qualität und verhindert aufwändige Nacharbeiten.

Goldene Regel 5

Mit ICR bist du sofort einen Schritt weiter.

Gewöhnlicher Ablauf

Ein gewöhnlicher Ablauf, ausgehend von einem deutschen Mutterunternehmen, sieht in der Regel so aus:

  • Die Marketingabteilung beauftragt die Übersetzungsagentur mit der Übersetzung eines Textes, der für ein Vertriebsland bestimmt ist.
  • Die Fachübersetzer:innen erledigen ihre Aufgaben, indem sie sich auf ihr Fachwissen, das im Internet verfügbare Material (Webseiten) und Ressourcen (Translations Memory, Glossar, Referenzmaterial des Kunden) stützen.
  • Die Revisor:innen überprüfen die Übersetzung vor der Lieferung, wiederum gestützt auf das zur Verfügung stehende Informationsmaterial.
  • Die Marketingabteilung sendet die Übersetzung an die zuständige Person in der Auslandsniederlassung zur Prüfung.

Feedback

An diesem Punkt nun gibt es erfahrungsgemäß folgendes Feedback:

  1. gar keins
  2. „Klingt wie eine Übersetzung!“
  3. „Voller Fehler. Unbrauchbar.“
  4. „Perfekt, danke!“

Analyse

Die fehlende Rückmeldung unter 1. erscheint im ersten Moment erträglicher, als die Aussagen unter 2. und 3. Niemand mag negatives Feedback. Doch da jede Möglichkeit einer Einschätzung der erbrachten Leistung auf Übersetzerseite entfällt, müssen Vermutungen angestellt werden. „Wird alles ok gewesen sein.“ Hoffen wir mal…

Gerne hören Übersetzer:innen natürlich ein Lob, noch lieber eine würdigende Bestätigung ihrer Arbeit mit Verbesserungshinweisen, zum Beispiel bei unternehmensinternen Bezeichnungen oder Präferenzen, die sie anfänglich nicht kennen können. Normalerweise hören wir Aussagen wie unter 4. von Kunden, die ICR nutzen. So weit, so gut.

Die Nutzung von ICR ist ganz einfach.

Unbrauchbare, fehlerhafte Übersetzung

Die Punkte 2. und 3., über die wir nun sprechen werden, sind dagegen die Stolpersteine, die auf dem Weg hin zu 4. liegen. Man kann sie liegen lassen, wo sie liegen, und immer wieder über sie stolpern, oder man kann sie ein für allemal beseitigen und hat zukünftig ein gutes Leben.

Trotz langjähriger Internationalisierung erliegen viele Unternehmen regelmäßig einer Fehleinschätzung, wie unterschiedlich sich Kulturen und Empfindlichkeiten gestalten und welche Auswirkung dies auf die Kommunikation im Zielmarkt hat.

Übersetzungen bewährter Fachübersetzer:innen sind selten unbrauchbar oder fehlerhaft. Sie entsprechen dagegen oft genau dem Ausgangstext, den das deutsche Unternehmen vorgelegt hat. Nicht berücksichtigt (weil oft nicht erwünscht) werden Anpassungen an die Kultur, Gepflogenheiten, Präferenzen der Zielgruppen im Zielland. Dann hört man Aussagen wie: „Nein, das entscheiden wir hier zentral in Deutschland.“

Damit wird die Auslandsniederlassung in den seltensten Fällen zufrieden sein, weil sie:

  • eine spezifische Terminologie
  • eine bestimmte Kundenansprache
  • spezielles Marketing- und Kommunikationsmaterial

verwendet und (hoffentlich) pflegt. Kenntnisse, die sich den Übersetzer:innen entziehen, solange kein produktiver Austausch stattfindet.

Was für ein Aufwand!

Nun kennen wir alle noch das Spiel „Stille Post“ und die Auswirkungen einer Kommunikation, die über viele Stellen verläuft: nämlich dass die ursprüngliche Aussage unverständlich wird. Jedes Feedback der Auslandsniederlassung läuft über mehrere Stellen. Rückfragen gehen den gleichen Weg hin und zurück oder, weil der Aufwand groß ist, eben auch nicht. Die Kommunikation versackt…

Hinzu kommt, dass der Korrekturaufwand für die zuständige Person im Zielland, die mit der Prüfung und Überarbeitung beauftragt ist, als übermäßig empfunden wird, denn diese ungeliebte Arbeit muss zusätzlich zum üblichen Arbeitspensum erledigt werden. („Ich muss noch diese miesen Übersetzungen korrigieren!“). Was die Sache schließlich erst recht schwierig macht, ist, dass die Prüfleser:innen oft kein Deutsch sprechen, also nicht (genau) verstehen, was im deutschen Ausgangstext steht.

Das führt zu Kritzeleien oder Anmerkungen in PDF-Dateien, die dann an die deutsche Marketingabteilung zurückgeschickt werden, die ihrerseits nichts versteht, aber über die vielen Korrekturen entsetzt ist. Das Verrückte an diesem Punkt ist, dass wir immer noch keinen Schritt weiter sind!

Kurzer Prozess!

Wir können dennoch festhalten, dass die Prüfleser:innen (z.B. Marketingleiter:innen) in der Auslandsniederlassung als Fachleute für ihren Markt gelten. Deren Know-how ist für eine erfolgreiche Umsetzung des Übersetzungsprojekts genau so wesentlich wie das der Übersetzer:innen.

Nur ist der Prozess murks, weil die beiden nicht auf einfache Weise zusammenkommen.
Wie kann man sich eine optimale Lösung vorstellen?

  • Die Übersetzer:innen und die Revisor:innen arbeiten wie bisher.
  • Die Fachterminologie wird im kundenspezifischen Glossar gespeichert.
  • Die Prüfleserinnen werden in die Übersetzungsumgebung integriert und können die Übersetzungen einfach in ihrem Browser prüfen, bestätigen, kommentieren, Fragen stellen und beantworten.

Vorteile:

  • Unmittelbare Einbeziehung des Zielmarkts durch ICR
  • Kein E-Mail-Verkehr
  • Die Prüfleser:innen können jederzeit und überall arbeiten
  • Fragen werden direkt und endgültig zwischen den kompetenten Personen geklärt
  • Verständnisschwierigkeiten werden auf beiden Seiten beseitigt
  • Die Übersetzung ist bei Lieferung perfekt!
  • Fehler / Abweichungen treten nicht zweimal auf!

Kein Nacharbeiten, keine Fehler – keine zusätzlichen Kosten

Zum Glück ist dieser Prozess heute bereits Realität. Keine E-Mails, keine unzähligen PDFs, keine „Stille Post“ oder andere Spielchen mehr: Vergangenheit ade!

ICR geht jetzt schnell und einfach und führt ohne Aufwand zu einer bisher kaum gekannten Qualität bei Übersetzungen für internationale und globale Märkte.

🔴  Das Prüflesen im Zielland, das früher schwierig und aufwändig war, ist heute in Echtzeit in den Übersetzungsprozess integriert. Also: ohne Zusatzkosten und Aufwand zum Ziel!

Die Goldene Regel 5 „Du sollst ICR nutzen“ besagt, dass du die technischen Möglichkeiten ausschöpfen sollst, um den Übersetzungsprozess für den beabsichtigten Zweck zu optimieren und Nacharbeiten auszuschließen. 

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Christian Faust

Fachübersetzer

Christian ist staatlich geprüfter Fachübersetzer und seit über 30 Jahren freiberuflich in der Übersetzungsbranche tätig.

Zu seinen Kunden zählen namhafte Industrieunternehmen, die auf sein Know-how und seine Erfahrung bauen.

Sein Steckenpferd ist die Umsetzung von Innovationen in Vorteile für seine Kunden. Deshalb hat er LoLa, MAeX®️ & CO entwickelt.

Besonders gerne hört er in Beratungsgesprächen den Satz: „Das machen wir immer so!“ 😅

Fachübersetzungen sind Vertrauenssache. Know-how, Erfahrung und Innovation machen den Unterschied. Es geht darum, was du wirklich brauchst.

Ich freue mich auf unser Gespräch.

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